Luitpercht ist eine 25 Götterlaufe alte Weidenerin, auch wenn man im ersten Moment einen doch eher anderen Eindruck hat. „Kräftig wie ein Mann, und elegant und grazil wie eine Frau.“ So blumig mag vielleicht manch Anderer eine Frau wie sie beschreiben. In Wahrheit aber deuten nur wenige Merkmale darauf hin, dass sie weiblichen Geschlechtes ist. An ihrem Aussehen mag man es vielleicht erkennen, ihre Bewegungen und ihr Verhalten aber mögen ganz die eines Mannes sein. Groß, ja groß ist sie nicht besonders, vielleicht einhundert und siebzig Halbfinger, als schlank kann man sie gerade noch beschreiben. Ungewöhnlich lang für eine Soldatin sind auch ihre rotbraunen Haare, die sie zu unzähligen und nicht einmal fingerdicken Zöpfen zusammen geflochten und an ihren Enden von Zinnringchen gehalten, trägt. Ihre Augen so braun wie die eines Rehs. Gekleidet ist sie, unter ihrem Umhang, wie viele Soldaten Weidens in zweckmäßige Jacke, Uniform und Hose aus geölten und gewachsten Wolltuchen, geschützt nur durch eine Lederrüstung, eine breite Brustplatte und Schulterteile aus gehärtetem Kochleder, dazu die Schienen an ihren Unterarmen und ihren Schienbeinen. Ihre Beine enden schließlich in den hohen Reiterstiefeln, wie sie viele der Männer hier tragen. Als Bewaffnung trägt die Frau, die man nicht mehr zu denn allerjüngsten zählen kann, ein normales Langschwert an ihrer Seite, ein Dolch baumelt in einer Scheide auf der anderen Seite ihres Körpers am Gürtel.
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