Aus den Reisetagebüchern eines jungen Abenteurers Sie haben uns kurz hinter Lowangen aufgelauert, in einem kleinen Wäldchen das sich aufgrund der ansteigenden Böschung zu beiden Seiten des Weges hervorragend für einen Überfall eigent. Orks! Gegen sechs Schwarzpelze hatten wir kaum eine Chance, schnell machten sie Alrik nieder, auch unsere Tsageweihte Traviane, Boron möge ihrer Seele gnädig sein, fiel schon nach wenigen Augenblicken unter den gnadenlosen Hieben der Schwarzpelze. Ich wähnte schon mein Ende nahe, musste ich mich doch nun allein gegen drei zur wehr setzen, während die anderen sich schon gierig über die Leichen meiner Kameraden hermachten, als plötzlich einer der Orks von einem Pfeil getroffen röchelnd zuboden sank und nur wenige Herzschläge später ihm ein zweiter folgte, ebenfalls das Herz von einem Pfeil durchbohrt. Die plündernden Orks, durch den unerwarteten Angirff aufgescheucht, warfen sich unter wilden Schreien dem Schützen entgegen. Ich nutze den kurzen Momet der orientierungslosigkeit meines dritten und letzten Angreifers und schickte ihn mit zwei gezielten Schlägen zu seinem finsteren Gott. Nun hatte ich einen Augenblick Zeit mir den Schützen genauer zu betrachten: Er war großgewachsen, hatte einen Dreitagebart und zwei unterschiedliche Augen, ein grünes und ein blaues. Den Bogen hatte er fortgeworfen und erwehrte sich nun mit dem Schwert der wütenden Angriffe der drei Schwarzpelze. Ehe ich mich versah ging einer der drei tödlich getroffen zu Boden, eine weiterer schlug plötzlich schreiend die pelzigen Hände vors Gesicht und lief meinem unverhofften Retter förmlich ins Schwert, weiß der Götterfürst warum, ich nicht! Der letzte der Orken hielt es wohl für ratsamer die Flucht zu ergreifen, wehr mag es ihm verdenken? Firnjan Schwärzer, du schätzt das er an die 25 Sommer zählt, sieht seinem Zwillingsbruder Zuram zum verwechseln ähnlich, wer die beiden nicht kennt, wird sie kaum auseinander halten können. Er hat, wie sein Bruder, ein blaues und eine grünes Auge und pechschwarze Haare, die, anders als bei seinem Bruder, meist wuschelig und zerzaust sind. Er ist 185 Halbfinger groß und 75 Stein schwer. Firnjans Kleidung besteht aus einer speckigen Lederhose, einer Krötenhaut, leichten Stiefeln, Wildlederhandschuhen und einem dunkelgrünen Kapuzenumhang der im Unterholz vorzüglich tarnt. Bogen, Köcher, Anderthalbhänder und ein firnelfisches Jagdmesser lassen ihn nicht wehrlos erscheinen, sind aber auch fürs Überleben in der Wildnis unverzichtbar. Ein Wasserschlauch, sowie ein Tuchbeutel, in dem er seine wenige Habe mitführt, vervollständigen seine Ausrüstung. Die scheinbare Ruhe mit der er an die Dinge herangeht, macht ihn zu einem unberechenbaren Gegenüber, neigt er doch zudem dazu hinundwieder die Beherrschung zu verlieren. Sein wettergegerbtes Gesicht, das ein Dreitagebart ziert, wird von seinen verschiedenfarbigen Augen beherrscht, die jedem sofort auffallen und die dich forschend betrachten. Gefällt ihm aber deine Art, oder auch nur deine Augen nicht, macht er keinen Hehl aus seiner Abneigung.
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